Ziel des Projektes
Mit dem Ziel die Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen nachhaltig zu verbessern beteiligten sich drei Bremer Kooperationspartner an dem Projekt „Mobile Schmerzprotokollierung“, das den Einsatz mobiler Kommunikationstechnologien beinhaltet. Die Wirtschaftsförderer der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG) unterstützten das Vorhaben als Forschungs- und Entwicklungsprojekt (FuE-Projekt) des Landes Bremen. In einem mobilen Übertragungsgerät können die Patienten alle für die Behandlung relevanten Angaben wie Zeitpunkt, Intensität, Begleitsymptome und eingenommene Medikamente schnell und einfach protokollieren. Das elektronischen Taschenkalendern ähnelnde Gerät speichert die Daten und übersendet sie automatisch an ein Rechenzentrum, in dem sie ausgewertet werden. Über einen datengesicherten Internetzugang kann sich der behandelnde Arzt so jederzeit über den Zustan d seiner Patienten informieren. Bei Auffälligkeiten wird er automatisch über die zentrale Auswertungsstelle benachrichtigt. Wenn nötig kann er den Patienten anrufen, um beispielsweise eine Therapieänderung mit ihm zu besprechen. „Die Geräte werden von Patienten und Ärzten gut akzeptiert, wenn das Display einfach und übersichtlich gestaltet ist und die Übertragungstechnik gut funktioniert,“ weiß Dr. Gröticke, Oberarzt im Zentrum für Innere Medizin im Klinikum Bremen-Mitte, aus der praktischen Erfahrung als Pilotanwender. Die Dr. Hein Gruppe realisierte in Zusammenarbeit mit der Hanseatische Software- Entwicklungs- und Consulting GmbH (HEC) die Softwareentwicklung und Anpassung der mobilen Geräte. Die Umsetzung erfolgte entsprechend den Standards im Gesundheitswesen und in Abstimmung mit den Ärzten im Klinikum Bremen-Mitte. Die Dr. Hein Gruppe übernimmt weiterhin als Dienstleistungsunternehmen auch den Vertrieb und die Markteinführung des Produktes.
Marktaussichten
„Das Projekt hat den Nutzen und das große Potenzial der Technik gezeigt, die sich im klinischen Alltag als praxistauglich erwiesen hat“, meint Gröticke. Wegen der einfachen Bedienbarkeit seien die mobilen Übertragungsgeräte für das komplette Spektrum von Schmerzpatienten auch im ambulanten Bereich sinnvoll nutzbar. Darüber hinaus kann sich der Internist und Onkologe ihren Einsatz etwa auch für die Betreuung von Diabetikern oder Menschen mit Depressionen und anderen Erkrankungen vorstellen, bei denen ein kontinuierlicher und rascher Austausch mit dem Therapeuten erforderlich ist. Die HEC wird das mobile Schmerzprotokoll auch zukünftig weiterentwickeln und in eigene Projekte einbinden. Die Dr. Hein Gruppe verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Vermarktung telemedizinischer Anwendungen. Für das oben erwähnte Produkt haben sich bereits erste Interessenten international tätiger Pharmakonzernen gemeldet.