HEC GmbH
  Sitemap | Kontakt

Presseinformationen
"Wir sind noch enger zusammengerückt" - HEC bietet Mitarbeitern Kapitalbeteiligung

Seine Mitarbeiter besitzen heute rund 20 Prozent des Unternehmens. Mit Unterstützung der FIDES Treuhandgesellschaft KG (Bremen/Hamburg) stiegen im November 2008 fast die Hälfte seiner Mitarbeiter in das Unternehmen ein.  

„Die Wirtschaftsleistung eines Unternehmens liegt bei den Menschen. Sie sollten über eine Entlohnung hinaus an Wertschöpfung und Wachstum partizipieren“, meint Haase. Als vor einem Jahr seine Altgesellschafter ausscheiden, nutzt er die Gelegenheit: Gemeinsam mit Christian Jahndorf von FIDES entwickelt er ein flexibles Mitarbeiterbeteiligungsmodell. Seit dem berichtet der aktive Bremer bei allen Gelegenheiten über diese Entwicklung. Vor allem andere Unternehmer will er überzeugen: „Mitarbeiter zu Teilhabern werden zu lassen, lässt sich ohne Abstriche bei Führung und Ausrichtung des Unternehmens realisieren.“ Die HEC benötigt zunächst einen neuen Hauptinvestor, der im Januar 2008 mit der Neusta Holding gefunden wird. Sie gibt bis zu 24,7 Prozent ihrer Anteile für die HEC-Mitarbeiter frei zum Verkauf. „Da die HEC eine GmbH ist, gestaltete sich die Umsetzung einer Mitarbeiterkapitalbeteiligung nicht ganz einfach“, berichtet Jahndorf. Auf Empfehlung von FIDES werden die Mitarbeiteranteile in einer vermögensverwalteten Personengesellschaft gebündelt. „Damit war die Basis geschaffen“, so Jahndorf. Um den administrativen Aufwand für die Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten, übernimmt ein Treuhandkommanditist die Formalitäten im Handelsregister. So können die Mitarbeiter ihre Anteile untereinander ohne besondere Formerfordernisse handeln.

Der nächste Schritt

Jahndorf erarbeitet zusammen mit Haase ein Konzept, das mit neuem Investor und Banken besprochen wird. „Die Mitarbeiter kommen ins Spiel, wenn das Projekt belastbar entwickelt ist“, so Jahndorf. Im Sommer 2008 wird das Konzept den Mitarbeitern vorgestellt. „Das ist für die Belegschaft eine echte unternehmerische Beteiligung. Die Mitarbeiter haben jetzt die unternehmerischen Chancen, tragen aber auch die entsprechenden Risiken, wie eine Minderung des Beteiligungswertes durch Verluste“, so der Steuerexperte. Nur wenn das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet, kommt es zu einer Gewinnausschüttung. Die Mitarbeiter lassen sich überzeugen. Im November 2008 zeichnen fast 50 Prozent der Belegschaft Anteile am Firmenkapital. Sie investieren im Schnitt mehr als 10.000 Euro in „ihre“ Firma. „Ich war überrascht, dass es einen solchen Run auf die Anteile gab. Alle bis jetzt zur Verfügung gestellten Anteile sind verkauft“, freut sich der Unternehmer.

Motivierte Teilhaber

Vom Systementwickler, über die Buchhalterin bis zum Bereichsleiter: Die Mitarbeiterbeteiligung verteilt sich auf die ganze Belegschaft. Projektleiter Frank Düsterbeck, seit 10 Jahren bei der HEC, ist einer der neuen Teilhaber: „Ich kenne das Unternehmen seit langem und weiß, mit wem ich es zu tun habe – im Gegensatz zu irgendeinem Fonds oder Aktienkauf. So weiß ich genau, wo ich mein Geld investiere.“ Für ihn sei die Beteiligung vor allem ein Mittel, sich noch stärker in die Firma einzubringen. „Wir fühlen uns alle sehr verbunden mit der HEC und insofern ist die Beteiligung nur konsequent“, meint Düsterbeck. Sein Chef Thorsten Haase schätzt besonders die noch stärkere Motivation seiner Belegschaft. „Alle sind hoch engagiert, den Unternehmenswert zu steigern. Die Beteiligung fördert unternehmerisches Denken und Handeln“, weiß Haase. Sein Gefühl nach einem halben Jahr: „Wir sind alle noch enger zusammengerückt“. Dass sich seine Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen, schaffe außerdem Vertrauen bei den Kunden. „Meine Mitarbeiter zeigen stolz nach außen, dass sie bei HEC arbeiten. Das ist für mich die eindrucksvollste Rückmeldung.“

Keine Einschränkung bei der Unternehmensführung

Wichtig ist für Haase die Handlungsfähigkeit des Unternehmens – trotz vieler Teilhaber. Die Beteiligungsgesellschaft löst dies – die Mitwirkungsrechte entsprechen den gesetzlichen Anforderungen. Die Teilhaber können Informationsrechte ausüben, denen die Gesellschaft entsprechen muss. In der Praxis können die Rechte allerdings weiter gehen: „Wenn 50 Prozent der Belegschaft am Unternehmen beteiligt sind und meinen, es wird Geld verschwendet, wäre ein solcher Kurs auf Dauer nicht durchzuhalten“, weiß Haase. Ein Modell auch in Krisenzeiten? „Mitarbeiterbeteiligung ist für jedes Unternehmen mit tendenziell positivem Cashflow eine interessante Variante. Sie ist aber kein Instrument zur Krisenfinanzierung“, betont Jahndorf. „Als Arbeitgeber sollte man seine Mitarbeiter nur dann beteiligen, wenn man die Chancen realistisch höher einschätzt als die Risiken. Neben der jährlichen Gewinnausschüttung geht es auch um den Erhalt des investierten Mitarbeiterkapitals“. So lang der Wert des Unternehmens erhalten bleibe, sei ein ausbleibender Gewinn zu verschmerzen.

Mehr staatliche Anreize

Thorsten Haase ist von der Wirkung seiner Mitarbeiterbeteiligung überzeugt. Er will durch sie gestärkt hervorgehen. „Mein Unternehmen soll sich weiterentwickeln, gepaart mit der Wertschöpfung für alle Teilhaber.“ Er hofft, dass mehr Unternehmer diesen Schritt gehen. „Es ist elementar, über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen, das Potential der Mitarbeiter zu erkennen und zu nutzen“. Ideal wäre ein zusätzlicher steuerlicher Anreiz: Eine Beteiligung beruhe aber nach wie vor auf versteuertem Einkommen. Haase wünscht sich für die Zukunft eine steuerliche Vergünstigung, wie bei privater Altersversorgung und Sozialversicherung.

 

Hier steht unsere Pressemeldung zum Download bereit:

 



Zurück
Druckversion
Hanseatische Software- Entwicklungs- und Consulting GmbH (HEC GmbH), Buschhöhe 6, 28357 Bremen
Geschäftsführer: Dr. Thorsten Haase, Amtsgericht Bremen, HRB 12147
Besuchen Sie uns auf Facebook...  Besuchen Sie uns auf XING...